Österliches Frühstücksbrot

Vier freie Tage. Und noch bevor der erste davon beginnt, läuft in mir bereits eine Liste.

Die Winterkleider in den Estrich. Die Kindersachen durchsortieren. Das Kinderzimmer umräumen, noch den nächsten Newsletter und Blogeintrag vorbereiten. Mit der Familie noch brunchen. Feiertage zähle ich manchmal wie Ressourcen. Vier Tage — was lässt sich damit machen?

Und dann sitze ich am Dienstag danach da. Müder als vorher. Niedergeschlagen, weil ich nicht alles geschafft habe und die Zeit ist schon wieder vorbei.

Was passiert ist, weiss ich inzwischen: Ich habe funktioniert. Nur in einem anderen Gewand.

Denn nicht nur die Liste ist das Thema. Ich esse an Feiertagen auch zu viel. Nicht aus echtem Hunger, auch nicht aus Genuss — obwohl ich es gerne so nenne — sondern weil alle noch eine Runde nehmen, weil das Essen auf dem Tisch steht, weil es dazuzugehören scheint. Mein Körper sagt irgendwann leise: Genug. Ich höre es — und esse weiter. Und so läuft das dann durch: das Ausmisten, das Umräumen, das Essen, das Dessert, der nächste Punkt auf der Liste. Ich übergehe mich. Immer wieder. Und nenne es hinterher einfach: tolle Feiertage.

Als Projektorin im Human Design hat das einen Namen, auch wenn der Name allein nichts verändert. Ich habe keine konstante Sakral-Energie — ich kann loslegen, durchhalten, funktionieren, ja. Die Grenze merke ich oft erst dann wenn sie längst überschritten ist. Beim Essen. Beim Aufräumen. Beim Arbeiten. Beim Ja-Sagen zu einem Treffen, das mich schon im Voraus erschöpft. Ich merke es — und mache trotzdem weiter. Weil es ja nur noch kurz ist. Weil es dazugehört. Weil Aufhören sich irgendwie falsch anfühlt, wenn ich schliesslich die Zeit habe.

Unterdessen hat sich jedoch etwas verändert — leise, langsam, nicht auf einmal — die Verbindung zu meinem Körper. Nicht dass ich über ihn nachdenke. Sondern dass ich anfange, mit ihm zu sein. Er weiss etwas, noch bevor der Kopf eine Meinung hat. Ein Zögern vor dem dritten Teller. Eine Enge, die noch keinen Namen hat, aber da ist. Ein leises Voll-Sein, das ich heute manchmal wirklich höre — statt es einfach zu überschreiben. Nicht immer. Nicht perfekt. Aber öfter als früher. Und das allein verändert etwas.

Dieses Jahr habe ich an Ostern nichts geplant. Wirklich nichts. Kein Abarbeitungsprojekt, kein Ausräumen, kein heimliches „und wenn schon mal Zeit ist.“ Innerlich läuft das Kopfkino trotzdem — das wäre gelogen zu bestreiten. Aber ich beobachte es anders. Mit etwas mehr Abstand. Und ich frage mich öfter, noch bevor ich tue: Was brauche ich an Ostern wirklich, damit diese Tage mir etwas geben — statt nehmen?

Manchmal kommt eine Antwort. Manchmal Stille. Beides lasse ich gelten.

Wie ist das bei dir? Bist du an Feiertagen im Funktionsmodus — oder kannst du wirklich innehalten? Geben dir diese Tage Energie, oder kosten sie dich welche?

Und falls du merkst, dass sie dich mehr kosten als geben — was wäre ein einziger Moment, in dem du deinen Körper fragst, bevor du schon wieder tust?

Ich bin gespannt, wie meine und deine Ostertage werden.



Österliches Frühstücksbrot 1

Österliches Frühstücksbrot

von NaturkraftPur
Nicht nur zu Ostern ist dieses Rohkost-Brot ein Hit!
Zubereitung: 20 Minuten
Dörrzeit: 3 Stunden
Gesamt: 3 Stunden 20 Minuten
1 Brot

Zutaten
 

  • 80 g Gold-Leinsamen
  • 100 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Erdmandelmehl
  • 130 g Mandeltrester - ergibt sich bei der Zubereitung von Mandelmilch mit der gleichen Menge (130g) an Mandeln.
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 1 Zucchini
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 Datteln - weich
  • 1/2 TL Salz
  • 125 ml Wasser
  • 1 EL Mohn - oder mehr

Zubereitung
 

  • 80 g Gold-Leinsamen im Mixer kurz mahlen.
  • Mit 100 g Erdmandelmehl, 130 g Mandeltrester und 4 EL Flohsamenschalen in einer Schüssel mischen.
  • 1 Zucchini schälen und klein schneiden.
  • Zusammen mit 1 EL Zitronensaft, 3 Datteln, 1/2 TL Salz, 125 ml Wasser im Mixer mixen und ebenso in die Schüssel geben.
  • Alles verrühren und dann mit den Händen kneten.
  • Teig zu einem Laib formen und mit 1 EL Mohn oder mehr einreiben.
  • In Scheiben schneiden und diese auf die Einschübe des Dörrofens legen und bei 42 Grad trocknen.
  • Nach etwa 2 Stunden wenden.
  • Das Brot schmeckt bereits nach ca. 3 Stunden, über Nacht gedörrt ist es knuspriger, aber ebenso lecker!

Notizen

Bei uns hält sich dieses Brot nicht sehr lange, da es schnell aufgegessen ist - jedoch kann es auch eingefroren oder luftdicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Rezept ausprobiert?Zeig's mir: @naturkraftpur oder #naturkraftpur


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Kommentare

6 Kommentare

  1. Ein fantastisches Rezept! 🙂 Ich habe das Rezept ein bisschen abgewandelt, dementsprechend, was meine Küche hergegeben hat. 😉
    Die Leinsamen habe ich weggelassen und auch nur 3 EL Flohsamenschalen genommen (kam mir zu viel vor… aber vielleicht war die Menge an Zucchini einfach zu wenig? Ich probiere es spätestens im Sommer mal mit mehr Zucchini aus).
    Weil ich keine Mandeltrester da hatte, hab ich mir mit Walnüssen geholfen.
    Weil ich neugierig war, hab ich die Zucchini nicht geschält…. was soll ich sagen… es ist ein frühlingshaft-grünes Brot geworden. <3

  2. Wie bewahrt ihr solche Lebensmittel auf? Luftdicht verschlossen? Kühlschrank? Wie lange hält es sich, wenn es nicht schon vorher verputzt wird? 😉

    Das Brot sieht klasse aus und ich probiere das gleich mal! Danke für die super Rezepte!!

    Lieben Gruß
    Svenja

  3. Boah, das sieht toll aus! Und täuschend nach herkömmlich gebackenem Brot. Ich hab‘ bisher nur die dünne Variante von Rohkostbrot ausprobiert, also die am Ende eher so einen Knöckebrot-Look hat. Danke für das Rezept! Und danke für euren tollen Blog 🙂
    Ana

  4. Klingt ungemein lecker – das muß ich ausprobieren! Ich bin immer wieder begeistert von euren Brotkreationen. Nur mal eine Frage am Rande – muß es unbedingt Mandeltrester sein, oder geht auch ganz normales Mandelmehl? Ich mache nämlich höchst selten Mandelmilch, weil wir nur selten dafür Verwendung haben. Wenn ich mal ein bißchen brauche, dann nehme ich die „schnelle, faule“ Variante mit Mandelpüree ;). Dafür liebe ich euer Marzipanrezept und habe immer eine ordentliche Portion Mehl am Start 🙂

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